Resafa
Resafa wurde zu Zeiten der Byzantiner als befestigte Siedlung zur Verteidigung gegen die sassanidisch-persische Gefahr erbaut. Resafa erhebt sich mitten in der Wüste scheinbar aus dem Nichts. Doch schon vor seiner Bestimmung als Verteidigungsfeste gab es hier eine Siedlung, die sogar schon im Alten Testament erwähnt wird. Seine Bedeutung erhielt Resafa mit der Ausbreitung des Kults des Heiligen Sergius und des Heiligen Bacchus, eigentlich zwei römische Soldaten, die im Jahre 305 einem Martyrium erlagen, nachdem sie zum Christentum konvertierten und sich weigerten, dem römischen Gott Jupiter zu opfern. Der byzantinische Kaiser Anastasius nannte die Stadt zu Ehren des Heiligen Sergius ’Sergiopolis’ und liess eine Reihe an Bauten errichten, die heute noch zu sehen sind: eine riesige Basilika, die eine grosse Menge an Pilgern faßte, mit Friesen verzierte Walle und Zisternen so gross wie Kathedralen, die ein schauerliches Echo produzieren.
