Bosra
Einst war Bosra die Hauptstadt der römischen Provincia Arabia. Heute gilt Bosra als eine der besterhaltenen römischen Ruinenstädte und ist damit ein weiteres wichtiges Zeugnis römischen Lebens in der Region. Spuren byzantinischer, arabischer und anderer Zivilisationen, die bis ins 4. Jt. v.Chr. reichen, lassen sich ebenfalls dort finden. Im Alten Testament heisst es, das die Stadt von den Amalek-Riesen bewohnt wurde (eine alte semitische Rasse, die von der Arabischen Halbinsel stammte und im Hauran lebte). Bosra fiel im Jahr 323 v.Chr. in die Hände der Griechen. Die Nabatäer wanderten nach Bosra aus, bauten Tempel und hohe Mauern und machten Bosra um das Jahr 71 v.Chr. zu ihrer Hauptstadt. In der Folge eroberten die Römer die Stadt, die sie zur Hauptstadt ihrer Provinz Arabia machten. Schließlich konnten die Araber die Stadt und ganz Syrien 643 n.Chr. erobern. Das wichtigste und eindrucksvollstes Baudenkmal der Stadt ist das Amphitheater, das Platz für 15.000 Zuschauer bietet, eine erlebenswerte Akustik hat, und in erstaunlich gutem Zustand ist. Weiter sehenswert sind die Thermenanlagen, das Nymphäum und die Kolonnadenstrasse. Alles ist aus dem schwarzen Basaltstein des Hauran , der südlichen Region Syriens, gebaut. Im Theater in Bosra finden regelmässig Theateraufführungen und Musikfestivals statt.

